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Den Asse-Lauf klar gewonnen, den Streckenrekord hauchdünn verpasst - und viele positive Erinnerungen in Trier gesammelt. Im Interview mit TV-Redakteur Björn Pazen äußert sich Weltstar Haile Gebrselassie zu seiner Premiere beim Silvesterlauf.
Trier. (BP) Sie waren so nahe dran am Streckenrekord. Warum hat es nicht geklappt?
Gebrselassie: Ich dachte, ich hätte den Rekord gebrochen. Als ich ins Ziel kam, war ich total überrascht, dass es doch nicht geklappt hatte. Ich habe mein Bestes gegeben, es hat aber nicht gereicht. Ich nehme die Schuld auf mich, denn ich habe mich verrechnet. Ich hatte für die letzte Runde noch 2:50 Minuten Zeit und dachte, das reicht, um den Rekord zu brechen. Aber ich habe vergessen, die lange Zielgerade einzukalkulieren. Das darf nicht passieren. Das war Pech, obwohl ich auf den letzten Metern richtig Gas gegeben habe.
War es auch ein Problem, dass Sie fünf Kilometer lang allein laufen mussten, ohne einen weiteren Tempomacher?
Gebrselassie: Ja, anders wäre es besser gewesen. Ich hatte gehofft, dass wir mindestens bis zur Hälfte in einer Gruppe laufen würden, aber dem war nicht so.
Kurz vor dem Start Ihres Laufs hat der Regen eingesetzt. Hat sich das negativ ausgewirkt?
Gebrselassie: Nein, die Strecke war zwar rutschig, aber ich habe Spezialschuhe.
Haben Sie angesichts Ihres Tempos überhaupt die Atmosphäre an der Strecke mitbekommen?
Gebrselassie: Ja, das war wundervoll, traumhaft, einfach unglaublich. Ich habe die tolle Stimmung richtig aufgesogen, auch wenn ich ständig Konfetti im Auge hatte. Die Zuschauer waren einfach sensationell, so bin ich selten angefeuert worden. Dieser ganze Lauf war ein Erlebnis, an das ich lange denken werde.
Was nehmen Sie von Trier mit in Ihre Heimat?
Gebrselassie: Es ist eine ganz tolle Stadt mit einer 2000-jährigen Geschichte. Die Trierer können stolz auf ihre Stadt sein. Und seit 20 Jahren gehört auch der Silvesterlauf zur Geschichte dieser Stadt - eine ganz tolle Veranstaltung mit einer wunderbaren Organisation. Ich bin stolz, dass auch ich nun ein Teil dieser Trierer Geschichte sein darf.
Werden Sie denn in 2010 nochmals versuchen, den Rekord in Trier zu brechen?
Gebrselassie: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Mal sehen. Jetzt laufe ich erst einmal den Marathon in Dubai - vielleicht klappt es da ja mit dem Weltrekord.
Quelle: Trierischer Volksfreund, 02.01.2010 |
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