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Manfred Steffny wurde 1941 in Trier geboren und ist zweimaliger Olympiateilnehmer im Marathon (1968 und 1972). Als Herausgeber und Chefredakteur des Laufmagazins Spiridon hat er von den meisten Trierer Silvesterläufen der letzten Jahre berichtet. Bereits 1974 hatte Steffny gemeinsam mit dem Waldnieler Laufpionier Dr. Ernst van Aaken das monatlich erscheinende Spiridon gegründet.
Die Meinung des Silvesterlauf-Vereinsvorsitzenden Berthold Mertes: "Sein erster Roman ist äußerst gelungen, höchst fachkundig und authentisch geschrieben. Den Fachmann erfreuen viele geistreiche Anspielungen auf reale Begebenheiten der vergangenen Jahrzehnte. Doch ebenso fesselnd ist das Werk für Nicht-Läufer, meine ich. Gelesen habe ich die 240 Seiten binnen 24 Stunden - für mich Rekordzeit. So temporeich ist auch das Buch!"
Unerwartet gewinnt der gerade erschienene Roman im übrigen nach der Hallen-EM der Leichtathleten Anfang März 2009 an Aktualität.
8,71 Meter oder als Zahlendreher 8,17 Meter? Wie weit ist Sebastian Bayer in Turin gesprungen? In „Laufbahn am Limit“ beschreibt Manfred Steffny unter anderem, wie simpel Manipulationen im Weitsprung durch die optische Messung zu bewerkstelligen sind. In dem Buch um einen englischen Mittelstreckenläufer und eine australische Weitspringerin gibt es einen solchen skandalösen Phantomsprung, der später durch Videoaufzeichnungen entlarvt wird. Doping, harte Bandagen auf der Laufbahn und hinter den Kulissen kennzeichnen das Buch, in dem auch ein Freiburger Sportmediziner eine wichtige Rolle spielt.
„Der von italienischen Kampfrichtern manipulierte Sprung von Giovanni Evangelisti bei den Weltmeisterschaften 1987 in Rom, der ihm zunächst mit 8,38 Metern die Bronzemedaille einbrachte, hat mich zur detaillierten Beschreibung eines fiktiven Falls animiert“, betont Autor Manfred Steffny, selbst zweimaliger Olympiateilnehmer im Marathonlauf und Chefredakteur des Laufmagazins SPIRIDON, „dass dies kein Einzelfall ist, zeigt der Fall Bianca Kappler, deren Weite bei der Hallen-Europameisterschaft in Madrid 2005 mit utopischen 6,96 Metern gemessen wurde, eine Weite, die sie sofort als irreal zurückgewiesen hat und für dieses Bekenntnis mit dem Fairness-Preis ausgezeichnet wurde.“
Steffny bezweifelt auch die 8,71 Meter von Turin bei der Hallen-Europameisterschaft am 8. März 2009: „Ein seitlich so stark nach rechts abgekippter Sprung, bei dem außerdem noch 6,3 cm verschenkt worden sind, kann niemals so weit sein. Wahrscheinlich ist in diesem Fall aus Schlamperei nicht der letzte Abdruck gemessen worden.“ Steffny stellt fest: „Die optische Weitenmessung im Weitsprung ist unsicher. Aufgrund der Elektronik mit mehreren Kampfrichter am Brett, am Laptop, mit dem Reflektor und dem magischen Auge auf engem Raum hat keiner den Durchblick, nicht einmal die Fernsehkamera. Man springt wie in die Wüste hinein.“ Steffny fordert die Rückkehr zur Weitenmessung mit dem Stahlbandmass. „Zwei Leute, ein Winkel vor aller Augen, da gibt es keine Manipulationen und keine Irrtümer.“
>> Vorschau <<
Manfred Steffny, Laufbahn am Limit, Roman, 240 Seiten, Illustration Eberhard Stroot mit einem Epilog von Günter Wallraff, 16,80 €, Spiridon-Verlag Erkrath, ISBN 978-3-922011-26-2
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